• Burma
  • Burma
  • Burma
  • Burma
  • Burma
  • Burma [364]
  • Burma
  • Burma

Über das Land

Myanmar, früher Burma genannt, ist ein Vielvölkerstaat in Südostasien mit Grenzen zu Indien, Thailand, China, Laos und Bangladesch. Im Süden und Westen grenzt Myanmar an das Andamanische Meer und den Golf von Bengalen und unterliegt somit klimatisch dem indischen Monsun.

Das erste birmanische Reich wurde unter König Anawrahta im 11. Jahrhundert gegründet. Im 19. Jahrhundert fiel das Land nach mehreren Kriegen unter britische Kolonialherrschaft. Der letzte burmesische König wurde ins indische Exil geschickt und verstarb dort. Nach kurzer japanischer Besetzung im Zweiten Weltkrieg wurde Burma 1948 unabhängig. Seit 1962 wird das Land durch Militärregierungen verwaltet.

Die Bevölkerungszahl beträgt heute 55 Millionen Einwohner. Die größte Stadt ist mit 4,5 Millionen Einwohnern Rangun, welches bis November 2005 auch Hauptstadt des Landes war. Seit diesem Zeitpunkt wird die Stadt Pyinmana als Regierungssitz genutzt und als Naypyidaw (Heimstatt der Könige) benannt.

Die Wirtschaft von Myanmar ist sehr abgeschottet und gehört trotz der Bodenschätze mit einem Pro-Kopf-Anteil am Bruttosozialprodukt von etwa 600,00 Euro zu den ärmeren Ländern Asiens. Etwa 70% der Beschäftigten arbeiten in der Landwirtschaft, 31% im Dienstleistungsgewerbe und nur 9% in der Industrie. Aufgrund der Schulpflicht (Primärschule) findet sich eine für die Region relativ geringe Analphabetenrate bei Erwachsenen von nur 7%.

Der Straßenverkehr stellt den wichtigsten Transportweg dar, wobei nur etwa gut 3.000 des 27.000 km langen Straßennetzes asphaltiert sind. Dies erfordert im Rahmen der stark wechselnden klimatischen Bedingungen mitunter ein hohes Maß an Einfallsreichtum seitens der Bevölkerung. Für den Transport unserer Hilfsgüter und medizinischen Ausrüstung ins Landesinnere sind wir insbesondere auch deswegen auf die freundliche Unterstützung der in Burma ansässigen Transportunternehmen angewiesen.
Der Buddhismus ist mit einer fast 80 %igen Verbreitung die überragende Religion. Einige der in Asien berühmtesten buddhistischen Statuen befinden sich in Myanmar. Als besondere Heiligtümer seien die Shwedagon-Pagode in Rangun oder der Goldene Fels südöstlich von Bago oder Mount Popa in der Nähe von Bagan genannt. Die antike, verlassene Stadt Bagan entlang des Irrawaddy ist Heimat für über 2.000 Pagoden und Tempel auf einer Fläche von nur vierzig Quadratkilometern. Bagan ist ein Weltkulturerbe und repräsentiert das spirituelle Erbe des alten Burma. Das von uns besuchte Sitagu Ayudana Hospital in Sagaing liegt unweit der Stadt Mandalay, der zweitgrößten Stadt Myanmars und ehemals letzten Hauptstadt des burmesischen Königreiches.

Während des Zyklons im Jahr 2007 sind Zehntausende von Menschen gestorben oder seitdem vermisst. Hierbei hatte sich sehr deutlich die Notwendigkeit zur Bereitstellung humanitärer Hilfe durch die internationale Gemeinschaft gezeigt, und dass diese bei erkennbarer „politischer Neutralität“ der Hilfsmaßnahme auch durch das Regime geduldet wird.